Leidende Kinder

Aus WikiLegia
Wechseln zu: Navigation, Suche


Wer bin ich | Gerichte | fragwürdige Notare | fragwürdige Richter |Falldarstellungen | Aus aller Welt nicht nur bei uns | Letzte Änderungen

Hier erfahren Sie demnächst, wie Kinder durch Jugendamt und gerichtliche Untätigkeit, u.a. durch das

Bezirksgericht St. Johann im Pongau und neuerdings das Bezirksgericht Villach, leiden

Zuständige Richter:

Dr. Wilfried Czech

Dr. Prommegger

Mag. Sabine De-Cecco-Wilding

Dr. Hattinger

(siehe dazu Bericht: Kinder_unter_Amtskuratel)


Bericht aus "salzburger-Fenster" vom 31.1.2007

Inhaltsverzeichnis

Mutter sprang in den Tod: Vater kämpft um 7 Kinder

Nach dem Totalbrand ihre Hofs verlor neunköpfige Familie aus dem Pongau völlig den Halt

Zuerst brannte der Hof ab. Daraufhin erkrankte die siebenfache Mutter schwer. Psychisch entgleist, geriet sie in die Mühlen der Behörden und wurde sogar vor Gericht gestellt. Nach ihrem Freispruch nahm sie sich das Leben.

Mutter Annelies G. (ganz hinten) mit sechs ihrer Kinder und dem Altbauern zu Weihnachten 2003 in der kleinen Gemeindewohnung. Kurz vorher war der Bauernhof bei Mühlbach abgebrannt, mit diesem Schicksalsschlag begann das ganze Unglück.

Am 7. August 2006 sprang Annelies G. nach einem erschütternden Leidensweg vom Parkhaus in Bad Gastein in den Tod (alle Namen der beteiligten Familienmitglieder von der Redaktion geändert). Die gebürtige Gasteinerin war damals gerade 40 und Mutter von sieben Kindern. Begonnen hatte alles mit dem Brand des Bauerhofes. Die Frau erkrankte schwer. Psychisch völlig angeschlagen dürfte sie die Realität nicht mehr geschafft haben. Vier ihrer Kinder waren damals schon in einem katholischen Kinderheim in Kärnten. Jetzt sind auch die anderen Kinder in verschiedenen Institutionen untergebracht. Der Vater kämpft nun wie ein Löwe darum, dass seine Kinder wieder zusammen sein und bei ihm wohnen dürfen. Es ist ein neuerlicher Kampf mit den Behörden und er ähnelt dem, den seine frühere Lebensgefährtin verbissen geführt, schließlich verloren und mit dem Leben bezahlt hat.


Drama um sieben Halbwaisen

Geschwister unter der Kontrolle von Fürsorge und Gerichten – sie brauchen Psychotherapie

Die sieben Kinder der Annelies G. sind nach dem Tod ihrer Mutter schwer traumatisiert und in alle Winde verstreut. Ihr Vater will die Halbwaisen zu sich heimholen – doch er muss wie zuvor die Mutter gegen die Behörden kämpfen.


Im Dezember 2003 brannte das so genannte Koppleitengut bei Mühlbach am Hochkönig vollständig ab, erzählt Martin P., der Lebensgefährte von Annelies G. und Vater der sieben Kinder. Die Großfamilie hatte zusammen mit dem Altbauern das entlegene Anwesen ohne Zufahrtsstraße bewohnt, das Annelies G. auf Leibrente besaß. Schon einmal war sie in der Zeitung gestanden – als „Weihnachtsmama“, die hochschwanger im Tiefschnee zur Geburt ihres sechsten Kindes ins Tal stapfte. Bei dem Brand retteten die Eltern ihre Kinder aus den Flammen, außer dem nackten Leben blieb ihnen nichts. Nach Medienberichten und Spendenaktionen wurde die Großfamilie in einer 70-Quadratmeter-Gemeindewohnung in Mühlbach untergebracht. Ab da wollten die Gerüchte nicht mehr verstummen. Einige meinten, diese Familie habe sich selbst abgefackelt, sie sollte am besten verschwinden.

Vater Martin P. will seine Kinder nach Hause zurückholen. „Die Kinder haben ein Schlachtfeld erlebt.“

Sie hatte so viel Angst

Annelies G. erkrankte an einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Immer wieder sprach sie von der „vermehrten Angst“, die sie seit dem Brand habe. Und die siebenfache Mutter hatte – wie viele Frauen – nicht jenes Maß an Fürsorge und Unterstützung, das sie gebraucht hätte.


„Gefahr in Verzug“: Kinder weggenommen

„Vor dem Brand war alles einigermaßen in Ordnung“, sagt ihr Lebensgefährte. Natürlich habe es auch Streit gegeben. „Sie war eigenwillig und sprunghaft, aber charakterlich in Ordnung und nicht gefährlich, wie sie später hingestellt wurde. Das Wichtigste waren ihr immer ihre Kinder“, sagt Martin P. Doch ihr Wichtigstes, ihre Kinder, wurden ihr eines nach dem anderen von den Behörden weggenommen – das letzte Kind, einen wenige Wochen alten Säugling, nahm die Polizei der Mutter auf der geschlossenen Abteilung der Doppler-Klinik weg.

Jetzt sind die heute zwei bis 17 Jahre alten Halbwaisen in alle Winde verstreut. Vier Geschwister wurden „wegen Gefahr in Verzug“ in das katholische Antonius-Kinderheim in Treffen in Kärnten gebracht, wo sie eine Psychotherapie erhalten. Die zwei kleinsten sind in Pflege, der älteste Sohn, der nach dem Brand straffällig wurde, kommt demnächst von einem therapeutischen Jugendbauernhof in Deutschland zurück.

„Die Kinder haben ein Schlachtfeld erlebt“, sagt der Vater, der sie nach allem, was passiert ist, zurückholen will. Die auseinander gerissenen Geschwister wollten heim. Als der neunjährige Richard die Botschaft vom Tod seiner Mutter vernahm, habe der Bub so geschrieen und nicht mehr aufgehört, dass eine Mitarbeiterin des Heims den Vater anrief – „damit ich ihn beruhige.“


Unter Druck gesetzt

Doch das Wohl und Wehe seiner Kinder liegt nun in den Händen von Sozialarbeiterinnen der Jugendfürsorge, von Pflegschaftsrichtern und psychiatrischen Sachverständigen – die schwer traumatisierten Kinder sind ein Behördenfall geworden, nicht unähnlich dem Schicksal ihrer Mutter. Auch er werde „von allen Seiten unter Druck gesetzt“, schildert der Vater, solle dauernd irgendetwas unterschreiben – „oder ich verliere die Obsorge ganz.“ Martin P. wird vom Verein „Rechtsstaat Austria“ unterstützt, dessen Obfrau Klaudia Kalcher hat in der Causa mehrfach interveniert und Sachverhaltsdarstellungen verfasst: „Die Behörden haben in diesem Fall total überzogen, Frau G. wurde wie eine schwere Rechtsbrecherin dargestellt, es bedarf einer Rehabilitierung dieser Frau.“


„Herr P., arbeiten Sie mit uns zusammen“

„Das Jugendamt sagt zu mir, Herr P., arbeiten Sie mit uns zusammen“, schildert der Vater. Besuche im Kinderheim werden eingeschränkt – oder auf groteske Weise abgewickelt: Als die Mutter noch lebte und die Kinder im Heim besuchen wollte, sei ein Mitarbeiter des Heims hinaus gelaufen, habe mit einem Handy Fotos von den Kindern und der Mutter gemacht und die Bilder jeweils hergezeigt. „Da haben alle fürchterlich geweint“, sagt der Vater. Seine Telefonanrufe werden im Heim mitgehört. Herr P. müsse „wegen der unkooperativen Zusammenarbeit der letzten Tage“ eine bestimmte Nummer wählen, so eine Anordnung des Jugendamtes: „Die Telefonate finden mit Lautsprecher statt und werden ständig von einer Betreuerin des Heimes mitgehört“ (BH St. Johann, Jugendamt, Mai 2006).

Bezirkshauptmann Guntram Maier verteidigt seine Mitarbeiterinnen, die „sehr professionell und nur im Sinne des Kindeswohls“ arbeiteten. „Die Maßnahmen waren notwendig, weil Frau G. in dem bedauerlichen Zustand war. Die Situation ist tragisch, auch weil sich in der Obsorge-Frage die Gerichte nicht über die Zuständigkeit einigen können. Wenn Herr P. sie erhält, werden wir die Kinder nicht mehr betreuen.“

„He, Jens, Bruderherz“, schrieb die älteste Schwester ihrem Bruder in Deutschland, „ich, der Gregor, die Monika und der Richard und die Mama vermissen dich voll.“ Da hatte die Mutter der sieben Kinder noch gelebt.

„Mama tot, Mama tot“

Wieviel Leid können Kinder ertragen?

Sechs Kinder mussten mit ansehen, wie ihre Mutter blutüberströmt in Handschellen auf dem Boden lag. Über ihr: vier Gendarmeriebeamte.

Annelies G. leide an einer „schizoaffektiven Psychose“, urteilte der Gerichtssachverständige Bernhard Mitterauer in mehreren Gutachten (der Chef der Forensischen Psychiatrie ließ ausrichten, dass er sich nicht zu dem Fall äußern wolle). Viermal rastete die Frau während dieser Krankheitsschübe völlig aus, hatte Rangeleien mit Nachbarn, Lokalgästen und Polizisten und richtete Sachschaden an. Die siebenfache Mutter wurde mit aller Härte angefasst, mehrfach in die Christian-Doppler-Klinik eingeliefert und gegen ihren Willen zwangsbehandelt. Zuletzt wurde die Untersuchungshaft über sie verhängt und die Besachwaltung beantragt – nachdem sie in einem Lokal in Bad Gastein randaliert hatte, „die Kellner sie jedoch überwältigen konnte“, so der Staatsanwalt in seinem Antrag, Annelies G. in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einzuweisen (Antrag April 2006). Die angeführte „schwere Körperverletzung“ und der „versuchte Widerstand gegen die Staatsgewalt“ waren ein Hämatom bei einem Gendarmeriebeamten. Denn die größten Verletzungen erlitt die angeblich so „hochgradig gefährliche“ Frau selbst.

Am 3. Jänner 2004 mussten sechs ihrer Kinder unvorstellbare Szenen der Gewalt mit ansehen. Annelies G. war in die Wohnung eines Nachbarn gestürmt, hatte diesen geschubst und „anschließend dessen Schlafzimmer zerlegt“ (Strafanzeige der Gendarmerie). Eine herbeigerufene Sektorstreife fand die 40-Jährige nur mit einem Wintermantel bekleidet im Stiegenhaus vor, ihre zweijährige Tochter im Arm haltend. Als die Beamten ihr das Kind, das sie „heftig geschüttelt habe“, abnehmen wollten, leistete die Frau massiven Widerstand. Mit Handschellen und dem Knie eines Beamten wurde sie auf dem Boden fixiert, am Ende waren vier Beamte vor Ort.

„Sie schrie wegen der Schmerzen“´

„Frau G. schrie wegen der Schmerzen in den Händen wegen der Handschellen“, sagte der Altbauer später aus. „Ein Beamter kniete sich auf den Hals von Frau G, welche sich immer wieder wegen Schmerzen beschwerte. Frau G. schlug verständlicherweise mit den Füßen um sich, … so dass die Glasscheibe der Küchentüre zerbarst.“ Annelies G. durchtrennte sich dabei die Sehnen beider Beine und blutete stark. Doch „ein Beamter kniete immer noch auf ihr … Und sie schrie immer wieder, die Handschellen zu lockern“ (Niederschrift mit Pensionist X.Y., Juni 2004).


„Ein Spiel für die Frau“?

„Mama tot, Mama tot“, habe die zweijährige Tochter angesichts der blutüberströmten Mutter auf dem Boden geschrieen, berichteten die Kinder später. Der Einsatz sei erforderlich und professionell gewesen, meint einer der beteiligten Beamten, heute Polizist, zum SF: „Es war für die Frau zeitweise auch ein Spiel“, glaubt der Beamte: „Sobald sie Luft bekommen hat, hat sie sich wieder gewehrt.“ Er habe sein Knie auf ihren Rücken gedrückt und immer wieder gelockert.

Im Krankenhaus Schwarzach wurde die schwer verletzte Annelies G. mehrere Stunden notoperiert und noch halb in Narkose von der Gendarmerie in die Christian-Doppler-Klinik gebracht. In der Aufnahmekarte des Pongauer Krankenhauses findet sich folgender, bis heute ungeklärter Eintrag: „Patientin verletzte sich mit einem Messer im Bereich beider Unterschenkel.“

Im Juli 2006 wies ein Schöffensenat des Landesgerichtes die beantragte Einweisung der gequälten Frau in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher ab. „Die Voraussetzungen lagen nicht vor“, erinnert sich Richter Peter Hattinger. Vom Selbstmord der Frau hat er gehört. Das Vorgehen der Justiz sei nicht überzogen gewesen, meint Hattinger. Man hätte Annelies G. „nicht bändigen können, wenn sie auszuckte.“ Drei Wochen nach ihrem Freispruch sprang die 40-Jährige vom Parkhaus in Bad Gastein in den Tod.

Sonja Wenger


kein Ende der Tragödie in Sicht

Richter seit 2 Jahren untätig - und lassen die Kinder leiden

hier der Sachverhalt, wie gegen die Kinder agiert wird im Wortlaut

Bilder

zum Fall gehörende Bilder:



Leserbriefe

From: Martin Gasser

Sent: Sunday, February 11, 2007 8:35 AM

Subject: Leserbrief


Selbstmord oder nicht?

In der vorletzten Ausgabe berichten Sie ausführlich über den Fall von Frau "G.", die laut Darstellung der Behörden im August 2006 freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Aus rein privatem Interesse habe ich mich intensiv mit diesem Fall befasst und sowohl von "Rechtsstaat Austria" als auch von anderen kompetenten Quellen Informationen eingeholt. Menschen, die mit Frau G. die Wochen nach dem Freispruch teilten, zeichnen ein ganz anderes Bild als jenes der verzweifelten Psychopathin, die nicht mehr leben wollte. So sei es mit der Frau nach der Entlassung aus der Zwangspsychiatrierung langsam bergauf gegangen, sie hätte sich schon sehr auf das neue Leben mit ihren Kindern gefreut und daran gearbeitet, die Medikamente aus ihrem Körper zu bekommen, die man ihr monatelang zwangsweise verabreicht hatte. Allerdings hätte sie unter großer Angst gelebt: Polizisten hätten sie an ihrem geheim gehaltenen Aufenthaltsort gesucht, um ihr "ein Schriftstück zuzustellen". Gleichzeitig sei sie bedroht worden, sie werde wieder in die geschlossene Anstalt eingeliefert. Dann erhielt sie auf der ebenfalls geheim gehaltenen Hadynummer einer Vertrauten einen Anruf, dass sie in Gastein eine Wohnung für sich und ihre Kinder bekommen könnte. Daraufhin fuhr sie nach Gastein und beging Selbstmord. Warum die Staasanwaltschaft nicht - wie in solchen Fällen gesetzlich vorgeschrieben - eine Obduktion vornehmen ließ und warum die Kriminalisten keine Liste der auf dem Handy eingegangenen Anrufe haben möchten entzieht sich unserer Kenntnis.

Martin Gasser, Wallbachstr. 8/4, 5202 Neumarkt

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Uebersicht
Inhalt
Verdächtige Personen
Dies und Das
Werkzeuge